Paul Morrison
Paul Morrison, geboren 1966 in Liverpool, Großbritannien, lebt und arbeitet in London und Sheffield. Morrisons markante, grafisch anmutende Kompositionen, inspiriert von botanischer Bildwelt aus Popkultur und klassischen Quellen, entfalten ihre Wirkung durch den gezielten Verzicht auf Farbe. Diese Reduktion lädt die Betrachter dazu ein, ihre eigenen Assoziationen auf die Leinwand zu projizieren. Seine Werke spielen häufig mit Maßstab und Perspektive und erschaffen Landschaften, die zwischen Vertrautem und Surrealem oszillieren – und dabei die Grenze zwischen Natur und Künstlichkeit verwischen.
Paul Morrison Editionen
Masdevallia
2007
Aus: Wall Works
Wandgemälde in schwarzer Acrylfarbe; Größe variabel, je nach Höhe der Wand. Edition limitiert auf 15 Installationen, mit signiertem und nummeriertem Zertifikat.
Diese außergewöhnlich Wandarbeits-Edition von Paul Morrison zeigt die stark vergrößerte Silhouette eines Farnblatts, in kräftigem Schwarz auf eine strahlend weiße Wand gesetzt. Die überdimensionale Pflanzenform dominiert den Raum und verwandelt die architektonische Umgebung in eine surreale, hypernatürliche Landschaft. Typisch für Morrisons Ansatz spielt das Werk mit Maßstab und Kontrast, um gewohnte Beziehungen zwischen Figur und Grund, Natur und Künstlichkeit gezielt zu irritieren. Der Titel – basierend auf dem Namen einer Orchideengattung – fügt eine weitere Ebene botanischer Spezifik hinzu und unterstreicht Morrisons kontinuierliche Auseinandersetzung mit Pflanzenmotiven als Symbol wie auch als strukturelles Element.
EUR 9.000
Hilum
2006
Aus: Door Cycle
Polyurethan, CNC-gefräst, weiß lackiert, auf einer Holztürplatte. Größe: 196 x 88 x 4,8 cm (77 x 34½ x 2 in). Edition: 15, signiert und nummeriert auf separatem Label.
In dieser Edition mit monochromen Relief übersetzt Paul Morrison seine charakteristische botanische Bildsprache in eine skulpturale Ausdrucksform. Die ausschließlich in Weiß gehaltene, detailreiche Komposition zeigt wilde und ornamentale Pflanzenformen – Disteln, Samenkapseln und Blütenstände –, die sich subtil aus der Oberfläche herausheben und zu einer sinnlichen Erfahrung einladen, die über das rein Visuelle hinausgeht. Der Verzicht auf Farbe lenkt die Aufmerksamkeit auf Form, Textur und Tiefe, wobei Licht und Schatten die Oberfläche beim Umgehen des Werks zum Leben erwecken. Morrisons Spiel mit Präzision und Verzerrung bleibt auch hier zentral: Maßstäbe werden verschoben, und vertraute Pflanzenformen erscheinen ungewohnt und verfremdet. Sie bewegen sich im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Illustration, historischer Landschaftsdarstellung und imaginierter Szenerie. Das Ergebnis ist ein Werk, das zugleich filigran und monumental wirkt – reduziert in der Farbgebung, doch reich an Detail –, und Morrisons kontinuierliche Auseinandersetzung mit den psychologischen und symbolischen Dimensionen von Landschaft eindrucksvoll unterstreicht.
EUR 12.000


