Terence Koh
Terence Koh, geboren 1980 in Peking, lebt und arbeitet in Los Angeles. Koh initially gained attention under the pseudonym “asianpunkboy,” producing zines and handmade books that explored queer and punk subcultures. In the 2000s, he became somewhat of an overnight sensation and enfant terrible of the New York Art scene, celebrated for his dramatic, monochromatic installations and ritualistic performances, often incorporating unconventional materials such as bodily fluids and gold leaf. Over time, Koh's practice evolved towards more contemplative themes, focusing on nature, spirituality, and human connection. His "bee chapel" installations, for instance, reflect a shift towards ecological and meditative concerns.
Terence Koh Editionen
Rosa Winkel
2009
Aus: Wall Works
Wandarbeit. Wandgemälde in matter Latexfarbe, 171 x 171 cm, limitiert auf 15 Installationen, mit einem signierten und nummerierten Zertifikat.
Terence Kohs Edition Rosa Winkel greift das historische Zeichen der Stigmatisierung homosexueller Menschen im Nationalsozialismus auf und transformiert es zu einem Symbol der Stärke. Indem er sich dieses Emblems bewusst aneignet, entzieht er ihm seine ursprüngliche Konnotation der Ausgrenzung und Schwäche und verleiht ihm eine neue, selbstbewusste Präsenz. Das Werk reflektiert die Vergangenheit, während es zugleich ein Zeichen der Emanzipation und Ermächtigung setzt. In dieser Neuinterpretation wird das einstige Zeichen der Diskriminierung zu einem Ausdruck von Identität und Stolz.
EUR 8.000
Study For Skeleton Of Myself, Birthday
2009
Aus: Forty Are Better Than One
8-teiliges Leporello, Siebdruck auf Hahnemuehle Photo Rag Papier, 32 x 200 cm (12½ x 78¾ in). Edition: 75, signiert und nummeriert.
Diese Edition von Terence Koh zeigt sein häufig wiederkehrendes Kaninchenmotiv, das hier als auffällig horizontal gestreckte Silhouette dargestellt ist und sich über die gesamte Breite der Komposition erstreckt. Die minimalistische Präsentation und der starke Hell-Dunkel-Kontrast verstärken die Präsenz des Kaninchens und verwandeln es von einer bloßen Figur in ein meditatives Symbol.
Kaninchen tauchen in Kohs Werk oft als vielschichtige Symbole auf – sie verkörpern Unschuld, Verletzlichkeit, Sexualität, Mythologie und Ritual –, zentrale Themen, die sich durch sein gesamtes Œuvre ziehen. Das Motiv verweist zudem auf eines von Kohs eigenen Pseudonymen, Kohbunny, und lässt so die Grenzen zwischen persönlicher Mythologie und künstlerischer Geste verschwimmen. Wie so oft in Kohs Arbeiten ist das Kaninchen hier nicht einfach ein Tier – es ist ein Bedeutungsträger, still aufgeladen mit emotionalem und symbolischem Gewicht.
EUR 600