


Une Ampoule, 1970
Siebdruck auf Offsetpapier, 65 × 50 cm. Edition von 200, signiert und nummeriert.
EUR 900
Peter Klasens Ampoule (1970) stellt eine fotografische Darstellung eines Frauengesichts einem Bild einer Glühbirne gegenüber, die von markanten roten geometrischen Formen eingefasst wird. Im unteren Teil der Komposition erscheint das Gesicht wie in einem runden Spiegel, während die Glühbirne darüber isoliert vor weißem Grund steht. Die Verbindung der menschlichen Figur mit einem alltäglichen technischen Gegenstand und den präzise definierten grafischen Formen erzeugt einen spannungsreichen Kontrast zwischen dem Organischen und dem Industriellen.
Die Arbeit steht exemplarisch für Klasens binäre Kompositionen der späten 1960er und frühen 1970er Jahre, in denen Fragmente des menschlichen Körpers Objekten der modernen technischen und industriellen Umwelt gegenübergestellt werden. Indem Klasen Gesicht und Glühbirne als vergrößerte, isolierte Bildzeichen präsentiert, verwandelt er vertraute Elemente in rätselhafte Symbole und untersucht die Spannung zwischen dem menschlichen Körper und der zunehmend standardisierten modernen Lebenswelt.