Edition Schellmann, München–New York, publiziert seit 1969 Editionen zeitgenössischer Kunst. Die erste große Zusammenarbeit mit Joseph Beuys führte zu einigen seiner bekanntesten Drucke und Objekte sowie zum Werkverzeichnis seiner gesamten Editionen. In den folgenden Jahrzehnten arbeitete Edition Schellmann mit führenden zeitgenössischen Künstlern – darunter Andy Warhol, Christo, Jannis Kounellis und Donald Judd – und veröffentlichte deren Werkverzeichnisse der Druckgrafik.
Ein prägendes Langzeitprojekt ist Wall Works, initiiert 1992: eine Reihe ortsspezifischer Wandinstallationen als Editionen, konzipiert zur Ausführung an Wänden unterschiedlicher Größe und Proportion. Das Archiv von 51 Arbeiten wurde 2013 von der Nationalgalerie Berlin erworben und bis 2015 ausgestellt.
Die Editionstätigkeiten von Edition Schellmann wurde international gewürdigt, insbesondere durch die Ausstellung For 20 Years: Editions Schellmann im Museum of Modern Art sowie durch Aufträge für die documenta X und 11 und Beiträge zur 50. und 51. Venice Biennale.
Edition Schellmann / Schellmann Art hat seine Projekte in bedeutenden Museen und Sammlungen weltweit platziert.
Im Jahr 2022 lancierte Schellmann Art ars publicata, ein umfassendes Archiv für Druckgrafik und Multiples, das die Editionswerke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler in Form frei zugänglicher digitaler Werkverzeichnisse und Werklisten dokumentiert.
Deutscher Nachrichtenbeitrag zu Keith Harings Besuch und Ausstellung bei Edition Schellmann, München, 1985
1969–1972 | Kunstladen / Edition Schellmann (München)
Jörg Schellmann gründet (gemeinsam mit Katia von den Velden) den Kunstladen und beginnt parallel unter dem Namen Edition Schellmann mit der Publikation zeitgenössischer Kunsteditionen. Ursprünglich auf den Verkauf von Pop Art ausgerichtet, umfasst das frühe Programm Kooperationen mit Künstlern wie Larry Rivers, Donald Judd und Joseph Beuys, die das Fundament der weiteren Entwicklung bilden.
1972–1985 | Schellmann und Klüser
Die gemeinsame Tätigkeit von Jörg Schellmann und Bernd Klüser führt zu einem breit angelegten Editionsprogramm mit herausragenden Grafik- und Objektarbeiten, u. a. von Andy Warhol, Jannis Kounellis und Christo. In diesen Jahren werden Kooperationen mit zentralen Positionen der Konzept- und Minimalkunst weiter ausgebaut.
1982–2013 | Editions Schellmann NY (New York)
Mit der Gründung eines zweiten Büros in New York werden Kooperationen mit amerikanischen Künstlern und Institutionen intensiviert, darunter Projekte mit Donald Judd und die Veröffentlichung mehrerer Werkverzeichnisse.
1989 werden die Verlagstätigkeiten in Deutschland und den USA im Museum of Modern Art mit der Ausstellung For 20 Years: Editions Schellmann gewürdigt.
1985–2008 | Edition Schellmann
Das Unternehmen führt seine Editionsaktivitäten eigenständig unter dem Namen Edition Schellmann fort, darunter das wegweisende Wall Works-Projekt (seit 1992) sowie offizielle Editionsaufträge für die documenta X und 11 und Beiträge zur 50./51. Venice Biennale.
2006–2020 | Schellmann Furniture
Parallel zu den Kunsteditionen präsentierte Schellmann Furniture sowohl von Künstlern entworfene Möbelstücke als auch Jörg Schellmanns eigene Designs. Das Programm erforschte die langjährige Auseinandersetzung des Unternehmens mit der Schnittstelle von Kunst, Design und funktionalen Objekten und übertrug den Editionsgedanken in den Bereich nutzbarer Formen.
2008–heute | Schellmann Art
Seit 2008 agiert das Unternehmen unter dem Namen Schellmann Art und publiziert Editionen, die in wichtigen Museumssammlungen weltweit vertreten sind.
Im Jahr 2022 lancierte Schellmann Art ars publicata, eine digitale Plattform mit frei zugänglichen Werkverzeichnissen und Werklisten der Druckgrafik und Multiples zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler.
