Alain Jacquet
Alain Jacquet (1939-2008), geboren in Neuilly-sur-Seine, Frankreich, lebte und arbeitete in Paris und New York. Als bedeutender Vertreter der französischen Pop Art und der Mec’Art (Mechanical Art) entwickelte er eine charakteristische Bildsprache, die auf der mechanischen Reproduktion und Transformation von Bildern basiert. Ausgehend von Werbung, Populärkultur und Kunstgeschichte griff Jacquet vertraute Bildmotive auf und bearbeitete sie mithilfe des Siebdrucks und vergrößerter fotografischer Rasterverfahren, wodurch die Mechanismen der Massenreproduktion selbst zum Bestandteil seiner Kunst wurden.
Jacquet ist insbesondere für seine Camouflages bekannt, in denen Meisterwerke der Kunstgeschichte und Bilder der zeitgenössischen Populärkultur überlagert und neu interpretiert werden, sowie für sein berühmtes Déjeuner sur l’herbe (1964), eine zeitgenössische Neuinterpretation von Édouard Manets gleichnamigem Gemälde. Durch die Vergrößerung des fotografischen Rasters bis zu dem Punkt, an dem die einzelnen Punkte sichtbar werden, schuf Jacquet Bilder, die zwischen Figuration und Abstraktion oszillieren. Sein Werk verbindet damit die Bildsprache der Pop Art mit einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit Reproduktion, Wahrnehmung und dem Status des Originals.