Sylvie Fleury
Sylvie Fleury, geboren 1961 in Genf, lebt und arbeitet in Genf. Fleury nutzt Elemente der Mode in ihren Arbeiten, indem sie deren formale Prinzipien und die stark wiedererkennbaren „Bilder“, die von der Modeindustrie geschaffen werden, verwendet. Dabei nimmt sie nicht ausdrücklich eine kritische Haltung gegenüber den Mechanismen des Marktes oder des Konsums ein. Mit künstlerischen Mitteln untersucht Fleury die Ästhetik und Phänomene der Mode – und befreit deren konzeptionelle Aspekte von ihrer Vergänglichkeit, sodass sie zu Denkmustern werden. In ihren Wandgemälden verzichtet Fleury auf figurative Bilder und beschränkt sich auf Typografie/Text und Farbkombinationen – visuelle Phänomene, die aus der Mode zitiert werden und Verbindungen zu Bildern im Kopf des Betrachters herstellen.
Sylvie Fleury Editionen
Sylvie Fleury
ICONE
2001
Kosmetikprodukte auf Glasregal, Spiegel, Gesamtabmessungen 123 x 60 x 16 cm (48½ x 24 x 6 in). Edition: 12, signiert und nummeriert auf einem Zertifikat.
Sylvie Fleurys Edition ICONE (2001) verbindet Kosmetik, Inszenierung und Spiegelung und verwischt die Grenzen zwischen Kunst, Mode und Konsumkultur. Die auf einem Glasregal präsentierten und im Spiegel reflektierten Kosmetikprodukte greifen die Bildsprache einer Luxus-Boutique auf und lenken zugleich den Blick auf Begehren, Markenästhetik und Konsum.
Statt Mode und Schönheitskultur lediglich abzubilden, nutzt Fleury deren Codes als künstlerisches Ausdrucksmittel und macht Glamour, Oberfläche und Verführung selbst zum Gegenstand ihrer Arbeit. Wie sie erklärt: „Ich benutze Mode auf die gleiche Weise, wie man einen Pinsel oder eine Videokamera benutzen würde. Für mich geht es nicht darum, Topmodels zu präsentieren, sondern um die formalen Aspekte und Prinzipien der Mode – und diese bieten einer Künstlerin eine große Freiheit.“
Sylvie Fleury
Happy Clinique
1998
Aus: Sequences
Drei Mischtechnik-Graphiken (Siebdruck und Offsetlithografie) auf glänzend beschichtetem Karton. Je 50 x 40 cm, jeweils signiert und nummeriert. Edition limitiert auf 60 + X Exemplare.
Sylvie Fleurys Edition Happy Clinique (1998) besteht aus drei Grafiken mit jeweils drei Farbstreifen. Auf den ersten Blick wirken die Kompositionen abstrakt; der Titel verweist jedoch auf die Kosmetikmarke Clinique und eröffnet eine andere Lesart: Die Farbfelder erinnern an Paletten aus Lippenstift, Lidschatten und anderen Beauty-Produkten. Für diejenigen, die diese Bildsprache erkennen, verbinden sich die Arbeiten unmittelbar mit der Welt der luxuriösen Kosmetik, während sie anderen als rein abstrakte Kompositionen erscheinen. Fleury macht damit die kulturell erlernte Bildsprache von Mode und Kosmetik selbst zum Gegenstand ihrer Arbeit.
EUR 2,700
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Sylvie Fleury
Modeleur ombre et lumière Chanel
1996
Aus: Wall Works
Wandmalerei in vier Farben aus Latexfarbe, Größe nach Maß der Wand. Limitiert auf 12 Installationen, mit einem signierten und nummerierten Zertifikat.
Diese Edition von Sylvie Fleury entstand im Rahmen des Gruppenprojekts Wall Works und ist ein fester Bestandteil der Sammlung der Neuen Nationalgalerie in Berlin.
Installation: Die Wand wird gemäß dem im Zertifikat festgelegten Schema in vier gleichmäßige Segmente unterteilt und in vier Nuancen kosmetischer Rouge-Töne gefasst. Architektonische Elemente wie Türen, Fenster oder andere bauliche Strukturen bleiben von der Farbgebung ausgespart.
Sylvie Fleury
Eternity
1996
Aus: Wall Works
Wandmalerei in zwei Farben aus Latexfarbe, Installationsgröße nach Maß der Wand. Limitiert auf 12 Installationen, mit einem signierten und nummerierten Zertifikat.
Diese Edition von Sylvie Fleury entstand im Rahmen des Gruppenprojekts Wall Works und ist ein fester Bestandteil der Sammlung der Neuen Nationalgalerie in Berlin.
Installation: Die Wand wird mit Latexfarbe gemäß den im Zertifikat enthaltenen Farbmustern gestrichen, wobei architektonische Elemente wie Türen oder Fenster ausgespart bleiben. Der Schriftzug ETERNITY ist so zu platzieren, dass er sowohl die linke und rechte Kante der Wand als auch die Übergangslinie zwischen Wand und Decke berührt.


